Gelungenes Kinderabenteuer - auch wenn der Zuseher mit einer Menge abgedroschener Klischees und einer Reihe fantasieloser, charakterschwacher Erwachsener konfrontiert wird, überzeugt der Film mit Witz, Spannung und kindergerechter Action.
Obwohl der Bestseller-Autor sonst ein Garant für hohen Taschentuch-Verbrauch ist, will die ereignislos vor sich hinplätschernde Liebesstory beim Zuschauer kein echtes Herzschmerz-Feeling aufkommen lassen - insgesamt berührt der Film erstaunlich wenig.
An originellen Szenen armer, von Sitcom-Regisseurin Julie Anne Robinson gedrehten Film, der auch dramaturgisch eher matt ist - aber dennoch bemerkenswert: Weil er ein aus den 50er-Jahren bekanntes Genre repliziert, allerdings mit umgekehrten Geschlechterrollen.
Schon zu Anfang des Films verfliegt das Interesse, weil einem die Story irgendwie bekannt vorkommt. Kommen dazu dann auch noch ausgelutschte Gags, macht die Sache erst recht keinen Spaß mehr – denn die abgestumpften und vorhersehbaren Witze nerven schnell.
Das Apokalypse-Spektakel "Legion" klingt nach einem himmlischen B-Movie-Spaß, entpuppt sich aber dann doch nur als waffenstarrender Blödsinn. Besonders ärgerlich: die reaktionäre Moral des Films, die letztlich das einzig richtig gruselige Element ist.
Nachdenkliches und intelligentes Roadmovie: Mit "Vincent will Meer" legt Florian David Fitz ein Stück vor, das sich sehen lassen kann – denn er schafft es, eine wirklich rührende Geschichte zu erzählen, ohne dabei künstlich auf die Tränendrüse zu drücken.
Stilsicher balanciert die Inszenierung zwischen Unschuld und brachialer Gewalt, zwischen Parodie und Hommage, vermeidet billigen Klamauk und liefert elegant choreographierte Actionszenen - so gelingt es, sowohl Fans wie Verächter des Genres einzufangen.
"An Education" ist hübsch, wenngleich auch für Ex-Dogma-Frau Lone Scherfig erstaunlich konventionell erzählt. Die geschliffenen Dialoge machen durchweg Spaß - das größte Lob aber verdient Carey Mulligan - sie spielt sämtliche Vollblutschauspieler glatt an die Wand.
Shawn Levy ist kein Meister der subtilen Comedy oder kohärenter Geschichten - auch "Date Night" ist eher eine hübsche Aneinander-reihung gelungener Slapstickeinlagen, und die verdankt der Film den beiden ausgezeichneten Comedy-Stars Tina Fey und Steve Carell.
In der Hommage an Buddy-Cop-Movies wird lediglich die Dosis der bewährten Zutaten erhöht - mehr Sentimentalität und Slapstick, härtere Action und unanständigere Zoten. So ist die Verbrecherjagd zwar zeitweise recht witzig und immer brutal, aber wenig originell.
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