Nach dem griesgrämigen "New Moon" darf aufgeatmet werden - David Slade kann mit "Eclipse" zwar nicht an den atmosphärisch packenden 1. Teil anschließen, bietet aber solide Unterhaltung mit dem nötigen Kitsch-Faktor und ansprechenden Actionpassagen.
Es ist, als erzählten die Regisseure einfach drauf los, statt dem Film eine Struktur zu geben: Hier ein bisschen Abenteuer, da etwas Satire und zwischendurch Herzschmerz - das wird irgendwann zu einem Brei, der viele Zutaten hat und trotzdem nach nichts schmeckt.
Plump auf Turbulenz getrimmte Familienhundkomödie: Regisseur Tom Dey reduziert den Witz der Cartoon-Vorlage leider auf den kleinsten gemeinsamen Nenner des Tierkomödiengenres - Vermenschlichung, Dauergequassel und Sachbeschädigung.
Regisseur Nimrod Antal setzte bei seiner geerdeten und teils durchaus verstörend blutigen Umsetzung auf handgemachte statt Computer-Effekte und einen hervorragenden Cast - Fans der Reihe dürfen sich jedenfalls auf einen packenden Aufguss freuen.
Vielfach preisgekröntes Seelendrama aus Norwegen: Ohne moralisch zu werden, hinterfragt der Film die Konsequenzen, die aus Angst und Gier entstehen. Starker Tobak für schwache Seelen, aber dafür intensives Autorenkino, das nachhaltige Bilder im Kopf hinterlässt.
Jo Baier will mit "Henri 4" Heinrich Manns Roman in Bilder setzen, bringt es aber über emotionslosen Theaterdonner nicht hinaus - das Ergebnis ist eine ästhetische wie inhaltliche Kompromisslösung, die unter Kitsch und dramaturgischer Ineffizienz leidet.
"Shrek" war nie ein guter Film, sondern immer schon Mittelmaß – bereits 2001 routinemäßig kalauerintensiv inszeniert mit Halbgar-Schmähs. Auch der letzte Teil bietet gut durchgekaute Witze und eingefahrene Typen - ein Restcharme blieb dennoch erhalten.
"Sin Nombre" ist ein faszinierendes Kino-Debüt über Leben und Sterben auf der Route der Hoffnung: ein Thriller, eine Liebesgeschichte und ein quasi-dokumentarisches Flüchtlingsdrama, das in einer Welt spielt, von der viele gar nicht wissen, dass sie existiert.
Nach atmosphärischem Beginn wirken einige Drehbuchwendungen wie einschlägige Zugeständnisse, doch die musikalische und schauspielerische Hingabe kompensieren das locker - trotz einiger Schwächen ist "Crazy Heart" ein schöner, erwachsener Film.
Mit hübsch altmodischen Analogeffekten bastelt Wes Anderson eine Tragikomödie über neurotische Familien ganz im Stil seiner Echtfilme wie The Royal Tenenbaums, wobei das Animationsmedium für seine Puppenhaus-Bildkompositionen ideal ist.
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